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Gesund mit Gesang

Singen in unserem Kirchenchor machte mir immer Freude und hält mich, trotz meiner 80 Jahre in Schwung. Jetzt muss unser Chor schweigen damit wir uns nicht mit Corona anstecken, was halten sie davon?

 

Viele Viren, so auch das Corona-Virus, die so winzig sind, dass Millionen davon in einer Mücke locker Platz finden, werden besonders durch kleine Tröpfchen, auch Erosole genannt, die beim Sprechen oder natürlich auch beim Singen versprüht werden, auf die übertragen die sich in der Nähe befinden. Dieses Infektionsrisiko ist also auch beim Chorsingen genauso erhöht wie beim feucht fröhlichen Plausch an der Bar wo die Menschen zu später Stunde dicht aneinander gedrängt ihre Weisheiten in lockerer Bierlaune austauschen. So verständlich es aus epidemiologischer Sicht auch ist, dass ihre Chorgemeindschaft jetzt eine Pause einlegen muss, so sehr schmerzt es, denn singen ist Medizin und so gesund, dass ich es für viele Patienten gerne verordnen möchte.

Regelmäßiger Gesang weckt die Lebensgeister und regt die Selbstheilungskräfte an.

Durch die kontrollierte Bauchatmung wird das Zwerchfell bei der Einatmung nach unten gedrückt und wirkt wie eine wohltuende Massage auf den Darm bis hinunter zum Becken, die Lungenbläschen füllen sich auf und optimieren den für alle wichtigen Organe so wichtigen Sauerstoffbedarf. Beim Ausatmen fördert das sich emporhebende Zwerchfell auch den venösen Rückstrom aus den entferntesten Gefäßen. Positive Auswirkungen, also von Stoffwechsel bis hin zu einer besseren Gedächtnisleistung. Der mächtige Sympathikus der bei unserer gestressten Lebensweise viele unserer Zivilisationskrankheiten von hohem Blutdruck über Schlafstörungen bis hin zum Burnout übel mitspielt, wird durch regelmäßigen Gesang, durch die Stimulation des balancefördernden Parasympathikus in die Schranken gewiesen. Lange war der Gesang ein unterschätztes Waisenkind in der medizinischen Forschung. Erst seit jüngster Zeit wird dieses so wichtige Gebiet des Gesanges eingehender untersucht wie Frau Prof. Berka-Schmid Allgemeinmedizinerin und Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie aus Wien erläutert. Regelmäßiges Singen ob im Kirchenchor oder umweltschonend allein in der Badewanne hat eine so breite gesundheitsfördernde Wirkung auf unseren Körper, Geist und Seele, dass ich ihnen nur raten kann:

Lassen sie sich nur nicht entmutigen, sondern singen sie weiter wo sie können, sicher wird es bald auch wieder in ihrer Chorgemeinschaft möglich sein.

Sprechstunde mit Dr. Johannes Neuhofer

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